Am vergangenen Wochenende waren alle Wettkampfgruppen des Apoldaer Leichtathletikvereins in der Erfurter Leichtathletikhalle im Einsatz.

Während die jugendlichen Athletinnen und Athleten am Samstag bei den Thüringer Landesmeisterschaften im Mehrkampf gefordert waren, ging es für die Talentegruppe am Sonntag beim Bambino-Sportfest um ein erstes Wettkampfluft schnuppern im neuen Jahr.

 

 

Die Thüringer Hallenlandesmeisterschaften im Mehrkampf umfassen fünf Disziplinen. Im Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoß, 60m Hürdenlauf und über 800m gilt es seine Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen. Für den ALV starteten Jolanda Ziegler (w12), Morten Kutzner und Mika Dedekind (Beide m13). Fulminant in den Wettkampftag starteten Mika und Morten – sie konnten sich sowohl im Weitsprung, als auch im Hürdenlauf beide neue Bestleistungen sichern und lagen damit nach den ersten beiden Disziplinen gut im Rennen. Leider konnten beide im Hochsprung und im Kugelstoß nicht mit den Konkurrenten mithalten, sodass auch die guten 800m-Läufe, Morten kam nach 2.45min ins Ziel, Mika nach 2.50min, keinen Angriff auf die vorderen Plätze mehr möglich machten. In der Endabrechnung sicherten sich beide eine Top-Ten-Platzierung und können als Achter (Mika) und Neunter (Morten) zufrieden sein, auch wenn sicher gerade im Hochsprung und im Kugelstoß noch Luft nach oben ist – aber genau dafür trainieren die Beiden Woche für Woche und werden mit der Zeit auch die Früchte ihrer Arbeit ernten können. Als Vierzehnte beendete Jolanda ihren Fünfkampf und zeigte sich dabei im Vergleich zu letzter Woche vor allem im Kugelstoß und im Weitsprung stark verbessert. Unglücklicherweise stolperte ihre Bahnnachbarin beim Hürdenlauf, sodass Jolanda keine Chance hatte in ihrer Paradedisziplin an ihre Bestzeit heranzulaufen. Im Hochsprung und über 800m konnte sie gute Leistungen abrufen und ihre fleißige Trainingsarbeit unter Beweis stellen. Alles in allem kann sie mit ihrem ersten Fünfkampf bei den Großen zufrieden sein. Für alle Drei steht am kommenden Wochenende dann die Einzellandesmeisterschaft und damit der letzte Hallenwettkampf dieses Jahres an.

Während am Samstag eher gesittete Verhältnisse herrschten, platze die Leichtathletikhalle am Sonntag aus allen Nähten. Beim Bambino Sportfest des ASV Erfurt warteten auf die Apoldaer Athletinnen und Athleten riesige Starterfelder von bis zu 60 Kindern. Phil Seitz (m7), der seine Schwester begleitete, Felix Rauner, Jakob Flemming (beide m10), Leni Zipfel (w8), Fritzi Müller, Emily Lemke (beide w9), Martha Triebel, Hannah Ruppe, Enna Beetz, Jody Seitz (alle w10) und Helen Dedekind (w11) waren dabei im Weitsprung, Sprint und über 800m gefordert. Betrachtet man die riesigen Starterfelder, die ungewohnten Bedingungen in der, im Vergleich zur WSS, riesigen Leichtathletikhalle und bedenkt, dass es für einige der Sportler der erste große Wettkampf war, können sich die Ergebnisse absolut sehen lassen. Phil, der bei den ALV-Minis von Lothar, Lena und Josie trainiert wird, war an diesem Tag der erfolgreichste Athlet und konnte im Sprint und im Weitsprung gewinnen – auch wenn die Starterfelder in der m7 recht klein waren, kann sich diese Leistung sehen lassen und sollte Antrieb für die kommenden Jahre sein. Nicht weniger erfolgreich waren die Jungen der Altersklasse 10 unterwegs. Felix schrammte zweimal knapp am Podest vorbei und wurde sowohl im Weitsprung, mit persönlicher Bestleistung von 3.78m, als auch im 800m-Lauf, Vierter. Seine Vielseitigkeit beweist auch sein Ergebnis im Sprint hier wurde er, vor allem dank seines überzeugenden und konzentrierten Starts, Dritter und konnte zur Freude seiner Eltern und Trainer seine verdiente Medaille in Empfang nehmen. Auch Jakob Flemming, der das erste Mal in der Leichtathletikhalle an den Start ging, konnte sich einmal einen Platz unter den besten Zehn sichern und wurde Achter über 800m – eine engagierte Willensleistung, die belohnt wurde. Leni als jüngstes Mädchen des ALV hatte allein im Sprint 7 Konkurrenzvorläufe aus denen die acht Schnellsten ermittelt wurden. Umso bemerkenswerter, dass sich Leni für diesen Endlauf qualifizierte und als Gesamtsechste ein hervorragendes Ergebnis erzielen konnte. Ähnlich erfolgreich konnte Emily in der w9 ihren Sprint gestalten - mit einer stark verbesserten Körperhaltung wurde sie in der AK9 Fünfte, auch Fritzi schrammte nur knapp am Finale vorbei und zeigte vor allem über 800m eine gute Leistung, sie kam nach 3:15min ins Ziel. Mit vier Athletinnen war der ALV in der Altersklasse 10 am Start – und jedes der Mädchen konnte in mindestens einer Disziplin überzeugen. Im Feld von 54 Weitspringerinnen schaffte Jody, bei ihrem ersten großen Wettkampf für den ALV, den Einzug in den Endkampf der besten Acht und wurde hervorragende Sechste. Auch Martha konnte als Zehnte im Weitsprung eine gute Leistung zeigen und schrammte nur knapp am Endkampf vorbei. Enna, die Ende der Woche noch an einer hartnäckigen Erkältung laborierte und deswegen angeschlagen in den Wettkampf ging, qualifizierte sich als Neunte für den B-Endlauf des Sprints und verpasste den A-Endlauf damit nur denkbar knapp. Eine Leistung, die sich aufgrund ihrer Erkrankung jedoch umso mehr sehen lassen kann. Das dann im folgenden Weitsprung etwas die Kraft fehlte ist nur logisch. Ein wenig Pech hatte Hannah, die sich fast für den B-Endlauf qualifizierte und trotzdem einen guten Wettkampf absolvierte. Ebenfalls einen guten Wettkampf zeigte Helen in der w11. Mit einer stark verbesserten Lauftechnik wusste sie vor allem mit ihren Leistungen im Weitsprung und im Sprint zu überzeugen.

Alles in allem ein pickepacke volles Leichtathletikwochenende für die Trainerinnen und Trainer des ALV. Ein großer Dank geht neben Jacqueline von Lipinski und Josephine Wollweber, die den Kindern mit Rat und Tat zur Seite standen, auch an alle begleitenden Eltern, die Organisatoren der Wettkämpfe und das Opel Autohaus Matt für die Bereitstellung des Busses.