Nach dem Krimi von Gera sollte nun der dritte Sieg her. Zu Gast in der Werner-Seelenbinder-Halle war niemand geringerer als der Titelverteidiger der vorherigen Saison: der 1. SSV Saalfeld. Die letzte Begegnung der beiden Teams lag nicht lang zurück, man hatte sich anlässlich des Vereinsjubiläums der Saalfelder in Saalfeld zu einem Freundschaftsspiel getroffen und sich mit einem für beide Seiten sehr versöhnlichen und ungewöhnlichen Unentschieden getrennt. Dementsprechend gespannt erwarteten die elf angetretenen Spieler des ALV das Auftreten der Gäste.

Von Beginn an setzte Franziska Wenzel auf die bis zuletzt einstudierten Systeme und lag damit genau richtig: der Ball lief sehr gut im ersten Viertel, man spielte wie verzaubert. Vor allem der Center Andreas Krecker unter dem Korb und Justin Pusch von der Dreierlinie machten hier auf sich aufmerksam. Aber auch die anderen Spieler der Startformation, Lucas Bote, Matthias Gläser und Tobias Jahrmarkt zeigten Herz und eine gute Trefferquote. Auf der Bank der Apoldaer wurden Stimmen laut, dass Auswechselungen heute nicht geschehen sollten, das Zuschauen mache einfach zu viel Spaß. Am Ende des 1. Viertels zeigte die Anzeigetafel einen Stand von 29:14, die Gästen schienen geschockt. Und so fand Saalfeld auch im zweiten Viertel nicht recht ins Spiel. Das Fehlen wichtiger Spieler, vor allem unter dem Korb, war deutlich spürbar. Allein David Richter vermochte Akzente im Spiel zu setzten. Er erzielte insgesamt 48 Treffer und verwandelte 15 seiner 18 Freiwurfversuche und traff 5 Dreipunktwürfe. Aber ein Mann allein macht kein Team aus und so ging der Gastgeber mit einer 45:26 Führung in die Pause.

Nach der Halbzeit verlor die Partie an Fahrt, vor allem die Spieler des ALV schienen sich nicht mehr so gut in ihren Systemen zurecht zu finden. Es waren meistens einzelne Aktionen, welche die Entscheidung erzwingen sollten. Der Vorsprung schmolz und man verlor das dritte Viertel nach Punkten, nicht zuletzt auch aufgrund der miserablen Freiwurfquoten einzelner Spieler (A.R.: 1/8; M.G.: 1/7). Die Trainerin reagierte und beschwor den Teamgeist der Mannschaft. Eine Wiederholung der Tragödie von Weida des letzten Jahres musste unbedingt verhindert werden (man hatte lange hoch geführt und am Ende den Sieg fahrlässig verspielt). Infolgedessen fanden die Spieler wieder besser zueinander, man kämpfte besser in der Defensive und auch die Umstellung auf eine Zonenverteidigung mit einer Mannverteidigung für David Richter zeigte Wirkung. der Abstand konnte gehalten werden und das Spiel endete mit 77:61 und dem dritten Sieg für den ALV im dritten Spiel.

Teilnehmer: Lucas Bote (9 Punkte), Martin Fischer, Alexander Fliegner (2), Matthias Gläser (8), Tobias Jahrmarkt (12, 3x3er), Andreas Krecker (16) , Mathias Lahn (11), Tobias Marckardt, Justin Pusch (16, 4x3er), Andreas Reuter (3, FWs 1/8)